Pecorino … sprechen wir über Wein!å
Das Erste, was beim Pecorino-Rebstock auffällt, ist sicher der besondere Name. Viele denken, diese weiße Rebsorte heiße so, weil ihre Düfte an den gleichnamigen Käse erinnern – tatsächlich ist das nicht der Fall! Die Pecorino-Traube wurde bereits ab dem 19. Jahrhundert in vielen Regionen Mittelitaliens angebaut, und besonders in den Abruzzen in allen vier Provinzen: Teramo, Pescara, Chieti und L’Aquila.
Die Weinberge lagen entlang der Tratturi der Transhumanz, und die Trauben des Pecorino – klein und mit fester Schale – waren bei den Schafen stets sehr beliebt. Diese Verbindung zur Schäferei ist wohl die plausibelste Erklärung für den Ursprung des Namens dieser vielversprechenden weißen Rebsorte. Mit der Zeit wurde Pecorino jedoch nach und nach aufgegeben, weil er wenig Ertrag bringt, und durch rentablere autochthone Sorten wie Trebbiano und Passerina ersetzt.
Im Vergleich zu anderen Rebsorten reift Pecorino relativ früh: Die Lese findet in der Regel in der ersten Septemberwoche statt. Er bevorzugt kühle Hügellagen und die unteren Bergzonen und ist wetterfest. So entstehen Moste mit hohem Zuckergehalt und kräftiger Säure.
Der Wein hat eine wunderschöne, leuchtend gelbe Farbe, fast ins Goldene tendierend, mit intensiven und anhaltenden Aromen von Ginster, Rose und Heu, dazu fruchtige Noten von Birne und reifem Pfirsich. Am Gaumen ist er rund und einhüllend, mit einer schönen frischen, salzigen Note und einem recht ausgeprägten Alkoholgehalt. In manchen Gebieten entsteht ein Pecorino, der sich besonders gut zum Reifen eignet.
Perfekt zu den typischen Fischgerichten der Küste – aber auch zu einem guten Teller Pappardelle mit weißem Kaninchenragout. Wir erwarten euch in den Abruzzen … mit dem Wein „de li pecure“!




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