Wusstest du, dass es in den Abruzzen einen Brunnen gibt, aus dem Wein fließt?

Eingeweiht am 9. Oktober 2016, ist die Weinfontäne von Caldari di Ortona die erste ihrer Art in Italien. Es gibt zwar auch andere „Weinbrunnen“ – etwa in Marino (Rom), Carosino (Taranto) und San Floriano di Collio (Gorizia) –, doch diese werden nur zu bestimmten Anlässen geöffnet, während aus dem abruzzesischen Brunnen ununterbrochen Wein fließt.

Sie befindet sich entlang des Cammino di San Tommaso, eines spirituellen Weges von Rom nach Ortona, wo in der Kathedrale die Reliquien des Apostels Thomas aufbewahrt werden. Der Weg wird von einer Non-Profit-Organisation gefördert und unterstützt. Zwei der Gründer, Dina Cespa und Luigi Narcisi, hatten die Idee für die Fontäne – inspiriert von der Weinquelle der Bodegas Irache, die Pilger in Estella (Navarra) empfängt.

Das Projekt fand sofort die Unterstützung von Nicola D’Auria, dem Besitzer der Cantina Dora Sarchese, einer der renommiertesten Weinkellereien der Abruzzen, die direkt am Cammino liegt. Später schloss sich auch der Architekt Rocco Valentini an, der die Umsetzung betreute – und so nahm das Vorhaben richtig Fahrt auf.

Die Fontäne ist in einem großen Weinfass untergebracht, in das sogar eine Person hineinpassen kann – eine originelle und eindrucksvolle Wahl. An den Innenwänden steht eine Widmung für alle, die hier vorbeikommen:
Trink Wein, denn du weißt nicht, woher du gekommen bist; sei fröhlich, denn du weißt, wohin du gehst.

Auch das Einweihungsdatum, der 9. Oktober, war kein Zufall: Es fiel mit dem Abschluss der Lese und Kelterung des Montepulciano Storico Nitae zusammen – gewissermaßen der Höhepunkt der Weinproduktion.

Seit diesem Tag können alle, die in Caldari auf dem Cammino di San Tommaso unterwegs sind oder die Abruzzen entdecken, an dieser Fontäne ein Glas roten Wein aus einer ausgezeichneten Kellerei genießen.

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