Una manifestazione molto particolare che celebra la Resurrezione nel giorno di Pasqua
Wir sind in Sulmona, es ist 11 Uhr am Ostersonntag. Da erscheint aus der Kirche Santa Maria della Tomba das grüne Banner der Bruderschaft Santa Maria di Loreto, gefolgt von den Bruderschaftsmitgliedern mit kleinen Laternen und schließlich den Statuen des auferstandenen Christus, des heiligen Petrus und des heiligen Johannes.
Die Prozession erreicht die Piazza Garibaldi, und hier trennen sich die Wege der Hauptfiguren: Christus bleibt am Eingang unter dem Bogen des Schwäbischen Aquädukts stehen. Während das Banner bis zum Ende des Platzes getragen wird, gehen die Statuen der beiden Heiligen zur Kirche San Filippo, wo die Madonna in Trauerkleidung wartet.
Sie bringen ihr die Nachricht von der Auferstehung des Sohnes – doch erst beim dritten Mal glaubt sie den Worten des Johannes. Dann öffnet sich das Portal, und die Madonna folgt den beiden Heiligen zur Mitte des Platzes. Am großen Brunnen erkennt sie aus der Ferne den auferstandenen Sohn. In einem Augenblick fliegen der schwarze Mantel und das Tuch davon, und die Madonna erscheint in einem wunderschönen grünen Kleid, mit goldenen Stickereien verziert, während zwölf Tauben in die Luft aufsteigen.
Es ist 12 Uhr, und die Madonna beginnt ihren Lauf auf den Sohn zu – begleitet von Böllerschüssen, dem Applaus der Menge und der Musik der Kapelle. Als sie sich treffen, brechen die Träger in Freude aus.
So endet die „Madonna che Scappa“, eine Feier sehr alten Ursprungs, an der die ganze Bevölkerung teilnimmt – vor allem aber die Bruderschaft, die sie seit jeher organisiert. Sie bewahrt gemeinsam mit der Familie D’Erasmo, die das Privileg hat, die Madonna anzukleiden, auch das Geheimnis des Fadenmechanismus, der den schwarzen Schleier einen Augenblick vor dem Lauf löst – ein außergewöhnlicher theatralischer Effekt.




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