Ostern in den Abruzzen: Tradition, Geschichte und Emotionen

In den Abruzzen ist Ostern von Dutzenden Terminen geprägt, die mit religiösen Feierlichkeiten verbunden sind. Prozessionen, Veranstaltungen und Darstellungen rund um Passion und Auferstehung werden feierlich erlebt und ziehen dank ihrer Besonderheit und stimmungsvollen Atmosphäre zahlreiche Besucher an.

Am Karfreitag sind besonders zu nennen: die Prozession in L’Aquila, die durch die Straßen der Altstadt führt und an der Basilika endet; die bewegende Prozession der „Desolata“ aus der Mitte des 13. Jahrhunderts in Teramo; sowie die eindrucksvolle Feier in Chieti mittelalterlichen Ursprungs.

Am Mittwoch vor Ostern sowie am Karfreitag werden im wunderschönen Dorf Gessopalena (Provinz Chieti) die Ereignisse der Passion durch lebende Bilder dargestellt. Ebenfalls in derselben Provinz findet am darauffolgenden Dienstag in Orsogna die „Festa dei Talami“ statt, bei der die Madonna Nera mit einem Umzug geschmückter Wagen gefeiert wird, die Szenen aus der Heiligen Schrift darstellen.

In Pianella (Provinz Pescara) erneuert sich am Ostertag die Tradition des „Bongiorno“: Sänger und Musiker in mittelalterlichen Kostümen ziehen durch die Straßen und überbringen den Einwohnern mit ironischen, gereimten Versen ihre Grüße.

Zu erwähnen ist außerdem die älteste und bekannteste Osterveranstaltung der Region: „La Madonna che scappa“. Dieses Ereignis, das am Ostermorgen in Sulmona stattfindet, ist dadurch geprägt, dass die Statue der Madonna – auf den Schultern getragen – „über den Hauptplatz läuft“, um sich mit der Statue des auferstandenen Sohnes zu vereinen.

Eine magische Zeit also, in der man an den ersten herrlichen Frühlingstagen die starke Verbundenheit der Menschen mit Traditionen spüren kann, die trotz der Jahre bis heute lebendig geblieben sind.

Von großem Interesse ist auch die abruzzesische Kulinarik, die in dieser Zeit wunderbare Gerichte mit hohem symbolischem Wert bietet.

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