Vierzig Jahre Jazz
Jazzfestivals entstanden in Frankreich, genauer gesagt in Nizza, wo 1948 das erste Jazztreffen stattfand und man die großen Meister hören konnte. Nicht Amerika war also die Wiege dieser Veranstaltungen, wie man vielleicht denken könnte, sondern Europa – verliebt in ein Musikgenre, das von jenseits des Ozeans kam. Erst 1954 wurde die erste Ausgabe des Newport-Festivals organisiert, gefolgt 1958 vom ersten Festival in Monterey.
In denselben Jahren – 1956 – fand in Italien das erste Festival in Sanremo statt, und einige Jahre später, 1969, entstand die Initiative in Pescara. Das Jazzfestival der abruzzesischen Hauptstadt ist damit zwar eines der „jüngeren“ Festivals, zugleich aber das langlebigste: Abgesehen von einer Unterbrechung in den Jahren 1977 bis 1980 kehrte es danach regelmäßig jedes Jahr zurück, feierte sein vierzigjähriges Jubiläum und ist das einzige Festival aus jener Zeit, das bis heute aktiv geblieben ist.
Ohne Zweifel gehört das Pescara Jazz Festival heute zu den wichtigsten Musikveranstaltungen in Italien – und auch in Europa. Es ist ein fester Termin für Jazz- und Musikliebhaber, eine Gelegenheit, Künstler von großer Klasse zu erleben. In den verschiedenen Ausgaben hat die Stadt internationale Namen empfangen und unvergessliche Konzerte geboten.




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