Colonnella: die Terrasse über dem Meer

Es ist kein Zufall, dass Lorenzo Giustiniani bereits 1797 in seinem „Dizionario Geografico ragionato del Regno di Napoli“ über Colonnella schrieb: „Die Luft, die man hier atmet, ist sehr gesund, und man genießt einen erstaunlichen Horizont, der einen großen Teil des Kirchenstaates überblickt.“ Und auch heute ist es noch so. Auf einem Hügel nahe der Küste gelegen, besitzt die Stadt eine beneidenswerte Lage: Von hier schweift der Blick frei vom Meer bis zum Gran Sasso, zu den Sibillini und zur Majella, über die sanften Hügel mit all ihren Grüntönen.

Durch die Gassen von Colonnella zu schlendern ist immer ein Vergnügen. Das mittelalterlich geprägte historische Zentrum erreicht man über eine lange Treppe, die zur Torre dell’Orologio aus dem 14. Jahrhundert führt, die über dem Ort aufragt und schon von weitem sichtbar ist. Danach folgt ein Labyrinth aus kleinen Gassen und Plätzen, an denen Gebäude und Kirchen liegen, die die lange Geschichte Colonnellas erzählen – eine Geschichte, die bei dem von Plinius dem Älteren beschriebenen Truentum beginnt und sich durch die Jahrhunderte zieht.

Sehenswert sind die römischen Zisternen, die Kirche Santi Cipriano e Giustina (erbaut zwischen Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts) mit ihrer hölzernen Statue der Madonna del Suffragio und der wertvollen Orgel mit 27 Pfeifen aus dem Jahr 1833. Außerdem gibt es den Palazzo Marzii (16. Jh.) und den Palazzo Pardi aus dem 18. Jahrhundert.

Doch Colonnella ist – wie ganz Abruzzen – auch Land der guten Küche und des guten Weins. Den typischen regionalen Gerichten und Weinen wie Montepulciano, Trebbiano und Passerina kann man kaum widerstehen.

Essen und Geselligkeit stehen auch im Mittelpunkt vieler Sommerveranstaltungen: eine ganze Reihe von Terminen, die ein weiterer guter Grund sind, dieses kleine Juwel zu besuchen.

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