Der Lago di Scanno: zwischen Magie, Geschichte und Rittern

Der Lago di Scanno entstand in prähistorischer Zeit, als sich ein gewaltiger Erdrutsch vom Monte Genziana löste und das Tal des Sagittario staute. Der Ort, von dem die Geröllmassen abgingen, heißt heute Frattura – und von dort aus gesehen erscheint der See herzförmig: eine Besonderheit, die wesentlich zu seiner Berühmtheit beigetragen hat.

Um den Ursprung des Sees rankten sich viele Legenden im Stil der Ritterepen des 15. Jahrhunderts: Man erzählt von Rittern, sarazenischen Königen und einer Zauberin, Madama Angelina, die den See mit einem Zauber entstehen ließ, um sich vor ihren Feinden zu schützen.

Legenden hin oder her – der Lago di Scanno besitzt eine ganz eigene Schönheit, die vor allem seiner Lage im Tal zu verdanken ist: umgeben von dichten Wäldern und den felsigen Hängen der Berge, die steil hinabfallen und eine raue, wilde und zweifellos faszinierende Kulisse schaffen. Am Himmel kreisen Adler und Wanderfalken, während über dem See Stockenten und Wildenten gleiten.

Bei einem Spaziergang am Ufer trifft man auf das Santuario della Madonna del Lago, eine kleine Kirche mit quadratischem Grundriss: Drei Wände sind verputzt und mit Fresken geschmückt, die vierte besteht aus Fels – an dem der Altar anliegt.

Nicht weit vom See liegt Scanno, eines der schönsten mittelalterlichen Dörfer der Region, mit seinen Häusern, Palästen und Treppenanlagen – berühmt auch für seine Goldschmiedekunst und die Klöppelspitze (Tombolo).

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