Der Strand von Punta Penna
Es ist schwer, dem Zauber des Strandes von Punta Penna zu widerstehen, nördlich von Vasto und direkt neben dem Naturschutzgebiet Punta Aderci gelegen. Der Strand erstreckt sich über Kilometer: eine lange, freie und wilde Sandfläche, hinter der sich wunderschöne Dünen erheben. Sie fällt sanft zu einem Meer ab, das so klar ist und so selten schöne Reflexe hat, dass Baden hier pures Vergnügen ist – für Groß und Klein.
Der Lebensraum ist hervorragend erhalten, und zur Schönheit des Ortes kommen spannende naturkundliche Aspekte hinzu: Hier leben in großer Zahl Land- und Meeresarten, die man anderswo nur schwer – teils gar nicht – beobachten kann, darunter sogar seltene Arten.
Delfine und Meeresschildkröten schwimmen im klaren Wasser, während ihr auf den Dünen mit etwas Glück viele Vogelarten seht: den Sandregenpfeifer (Fratino), die Silbermöwe, die Zwergmöwe, die Feldlerche, den Purpurreiher, den Graureiher, den Seidenreiher, den Rotkopfwürger, den Zilpzalp, den Sperber, die Rohrweihe, den Wespenbussard und die Steppenweihe.
Eine weitere Besonderheit ist der Leuchtturm von Punta Penna: Mit seinen 70 Metern ist er der zweithöchste Italiens – nur die Lanterna von Genua ist mit 76 Metern höher. Er wurde 1906 nach einem Entwurf von Olindo Tarcione gebaut, im letzten Krieg schwer beschädigt und 1948 wieder aufgebaut. Bis heute wird er bewacht; am Fuß befindet sich ein zweistöckiges Gebäude mit den Wohnungen der beiden Verantwortlichen. Eine lange Wendeltreppe mit 307 Stufen führt zur Spitze, von der aus man eine grandiose Aussicht genießt: Der Blick reicht von Ortona bis zum Gargano und umfasst Kilometer um Kilometer Küste sowie die weite blaue Fläche des Meeres.
Neben dem Leuchtturm steht eine kleine Kirche aus dem 15. Jahrhundert, Santa Maria di Penna Luce, die 1887 wiederaufgebaut wurde. Am zweiten Sonntag im Mai wird hier ein Fest gefeiert – mit einer langen Prozession von Fischerbooten und anderen Booten.



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