Eiswasserfälle – ein winterliches Wunder
Die Berge im Winter haben einen ganz besonderen Reiz, und Eiswasserfälle bieten – dank der niedrigen Temperaturen – ein außergewöhnliches Naturschauspiel. Gran Sasso und die Monti della Laga beherbergen viele dieser Schätze, auch wenn sie teils an nicht ganz leicht zugänglichen Orten liegen.
Eiswasserfälle entstehen in Höhen zwischen 1.000 und 2.500 Metern, wenn die Kälte Regenwasser, Quellwasser oder auch kleine Rinnsale gefrieren lässt, die durch schmelzenden Schnee entstehen.
So bilden sich diese großartigen Eisskulpturen mit einer unglaublichen Vielfalt an Formen und Farbschattierungen. Denn Eis ist nicht immer gleich: fast transparent und bläulich, wenn es hart und kompakt ist, weißlich an der Oberfläche, wenn es der Sonne ausgesetzt ist, oder gräulich, wenn es zu schmelzen beginnt.
Unter den vielen Eiswasserfällen der abruzzesischen Berge gibt es auch den Wasserfall „del Peccato“, der am Gran Sasso in der Nähe des Monte Prati liegt. Er befindet sich in einem schwer zugänglichen Tal und war lange eine Herausforderung für Alpinisten, die sich immer wieder an den Säulen, Wänden und Stufen dieses historischen Eisfalls versuchten – ohne Erfolg, bis Claudio Arbore am 10. Februar 1992 die erste vollständige Begehung schaffte, gesichert von Pierpaolo Ciocca.




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