Morino

Das Dorf Morino liegt am Eingang zur Naturreservat Zompo lo Schioppo, einer grünen Oase von 1.025 Hektar im Valle Roveto – einer tief eingeschnittenen Talsenke, die sich über etwa 30 km im Herzen des lazisch-abruzzesischen Apennins erstreckt.

Uralte Buchenwälder und Kastanienhaine sowie eine große Vielfalt an Tierarten umgeben Morino. Zum Gemeindegebiet gehören auch die Ortsteile La Grancia und Rendinara sowie die Hänge des Monte Pizzo Deta.

Unweit des historischen Zentrums befinden sich die Überreste des alten Dorfes aus römischer Zeit. Nach dem Erdbeben von 1915 verlassen, bewahrt es bis heute seinen ursprünglichen, authentischen Charme.

Morino gehört zur Berggemeinschaft Comunità Montana Valle Roveto. Seine Wirtschaft basiert seit jeher auf Viehzucht und Landwirtschaft, mit dem Anbau von Weizen, Mais, Kartoffeln und Hülsenfrüchten sowie Weinbergen und Olivenhainen.

Der wichtigste Anziehungspunkt dieses kleinen Ortes ist zweifellos das unschätzbare Naturerbe seines Gebietes: das Naturreservat Zompo lo Schioppo. Hier treffen sehr unterschiedliche Lebensräume aufeinander, die die landschaftliche Vielfalt des Valle Roveto perfekt widerspiegeln.

Die eigentliche Hauptdarstellerin dieses Naturschauspiels ist der Wasserfall: Er entspringt einer Karstquelle auf den Höhenzügen und stürzt 80 Meter senkrecht in die Tiefe – der höchste natürliche Wasserfall des Apennins. Das Spektakel setzt sich auch unterirdisch fort, mit einem dichten Netz aus Höhlen, Karstmulden, Schächten und Dolinen, die mit dem Karstphänomen verbunden sind.

Innerhalb des Reservats gibt es ein weit verzweigtes Wegenetz, das es ermöglicht, die interessantesten Bereiche des Parks bequem zu erkunden. Besonders empfehlenswert sind die Wege, die der alten Hirtenroute folgen, am eindrucksvollen Wasserfall entlangführen und zur Entdeckung des alten Eremo del Cauto in Morino Vecchia (Ortsteil Rendinara) leiten.

Außerdem gibt es ein Ecomuseo, ein multimediales und erlebnisorientiertes Zentrum, das dazu dient, ein gemeinsames Umweltbewusstsein zu fördern.

Nicht verpassen sollte man auch den Besuch der Kirchen Santa Maria Nuova und Madonna del Cauto, die in den Buchenwald des Schioppo eingebettet ist. In den Fels gehauen, auf etwa 1.000 Metern Höhe, wurde sie im 12. Jahrhundert erbaut.

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